Regionalkonferenz Bremen & Niedersachsen

12. und 13. Juli 2021

AUSGEBUCHT: Regionalkonferenz Bremen & Niedersachsen

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport der Freien Hansestadt Bremen, das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Niedersachsen sowie das Projekt Umsetzungsbegleitung BTHG veranstalten am 12. und 13. Juli 2021 eine gemeinsame Regionalkonferenz zum Umsetzungsstand des Bundesteilhabegesetzes.

INHALT

Mit Inkrafttreten der dritten Reformstufe des BTHG zum 1. Januar 2020 wurde der Systemwechsel in der Eingliederungshilfe vollzogen. Alle an der Umsetzung des Gesetzes beteiligten Akteure blicken auf drei Jahre intensiver Vorbereitung und tiefgreifende Veränderungen zurück. Nun gilt es, die neue Rechtslage anzuwenden, Unsicherheiten auszuräumen und neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren.

Die Regionalkonferenz bietet die Gelegenheit, in diesem herausfordernden Umsetzungsprozess einen Moment inne zu halten. Im Rahmen der Veranstaltung ziehen Vertreterinnen und Vertreter der Träger der Eingliederungs- und Sozialhilfe, der Leistungserbringer, der Organisationen der Menschen mit Behinderungen und der Akteurinnen und Akteure des Betreuungswesens eine Zwischenbilanz zur Umsetzung des BTHG in Bremen und Niedersachsen. Im Fokus stehen Umsetzungserfahrungen sowie aktuelle Herausforderungen.

 

Themen der Fachforen

 

Forum 1 Neue Bedarfsermittlung in Niedersachsen und Bremen
Das Forum betrachtet die Bedarfsermittlungsinstrumente der beiden Bundesländer B.E.Ni und B.E.Ni Bremen und deren Anwendung in der Praxis. Das Forum beginnt mit einem einführenden Vortrag von Martina Kemme und Thomas Nowack, Sozialbehörde Bremen, und Werner Welp, Niedersächsisches Landesamt für Soziales, zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Instrumente sowie den länderspezifischen Schwerpunkten. In den vorab aufgezeichneten Vorträgen haben Vertreterinnen und Vertreter der Leistungsträger, -erbringer und -berechtigten ihre Erfahrungen mit den Bedarfsermittlungsinstrumenten geschildert. Die Teilnehmenden diskutieren im Anschluss, Stärken und Schwächen der Instrumente, Erfolgsfaktoren für deren Anwendung im Sinne des BTHG und Ansätze für Weiterentwicklungen.

 

Forum 2 Sozialraumorientierung und BTHG – Chancen und Herausforderungen
Das Forum baut auf einem Vortrag von Prof. Dr. Erik Weber, Philipps-Universität Marburg, zu den Voraussetzungen und Vorüberlegungen, die für die Umsetzung einer sozialraumorientierten Eingliederungshilfe von Bedeutung sind, auf. In den aufgezeichneten Vorträgen berichtet eine Vertreterin eines Leistungserbringers, welche Konzepte sie im Bereich der Sozialraumorientierung verfolgen. Der Behindertenbeauftragte des Landes Bremen erläutert zudem, welche Anforderungen und Erwartungen Menschen mit Behinderungen an die Sozialraumorientierung einer personenzentrierten Eingliederungshilfe haben. Zudem erhalten wir einen Einblick in das Beispiel der sozialraumorientierten Eingliederungshilfe des Landkreises Nordfriesland sowie in die wozialraumorientierte Kinder- und Jugendhilfe inkl. Eingliederungshilfe der Kommune Bremen.
Die Teilnehmenden lernen somit unterschiedliche Ansätze für sozialraumorientierte Eingliederungshilfe kennen, können Rückfragen stellen und Netzwerke für die Umsetzung in der eigenen Region stärken.

 

Forum 3 Qualität und Wirksamkeit
Das Forum bietet eine Grundlage, ein gemeinsames Verständnis angebotsbezogener Wirksamkeit in Abgrenzung zu individueller Wirkung und Ergebnisqualität zu entwickeln. In einem vorab aufgezeichneten Vortrag hat Sebastian Ottmann, Evangelische Hochschule Nürnberg, Begrifflichkeiten aus der sozialwissenschaftlichen Sicht abgegrenzt, den Nutzen von wirkungsorientiertem Arbeiten erläutert und das Wirkungsradar, ein Instrument zur Erhebung von Kennzahlen vorgestellt. Zu Beginn des Forums geben Vertreterinnen und Vertreter der Leistungsberechtigten Einblick in ihre Anforderungen und Erwartungen an die qualitätvolle und wirksame Leistungen sowie zur Einbindung in einen Prozess der Fachberatung. In digitalen Teilgruppen diskutieren die Teilnehmenden anschließend, wie Indikatoren ermittelt und Wirkannahmen dafür formuliert werden können, welche Messmethoden möglich sind und wie Daten mit und durch ein Fachcontrolling ausgewertet werden können sowie wie ein gemeinsamer Prozess der Fachberatung gestaltet werden könnte.

 

Forum 4 Teilhabe am Arbeitsleben
Das Forum beleuchtet die Leistungen des SGB IX, die Menschen mit Behinderungen beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen sollen. In einem einführenden Kurzvortrag schildert eine/e Vertreter/in einer Modellregion zum Budget für Arbeit aus Niedersachsen, welche Erfolgsfaktoren dort identifiziert wurden In den vorab aufgezeichneten Vorträgen haben Vertreterinnen und Vertreter der Leistungsträger, -erbringer und -berechtigten Bezug auf alle Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben genommen, jedoch im Schwerpunkt das Budget für Arbeit. Sie haben geschildert, welche Chancen und Herausforderungen die Leistungen für ihre Akteursgruppe mit sich bringen. Die Teilnehmenden diskutieren anschließend welche Strukturen und Maßnahmen vorhanden sein müssen, damit die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt möglich machen.

 

Forum 5 Teilhabeplanverfahren

Das Forum erläutert die Verfahrensschritte und Akteure des Teilhabeplanverfahrens sowie nützliche Instrumente anhand von Fallbeispielen. Vertreterinnen und Vertreter von transfer – Unternehmen für soziale Innovation stellen drei Fälle vor, die anschließend in Arbeitsgruppen gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesagentur für Arbeit, der gesetzlichen Krankenversicherung und der gesetzlichen Rentenversicherung bearbeitet werden. Anschließend führen die Moderatoren durch den Ablauf des Teilhabeplanverfahrens. In den digitalen Teilgruppen bearbeiten die Teilnehmenden diese Fälle anhand klarer Aufgabenstellungen und tragen die Ergebnisse im Plenum zusammen.

ZIELGRUPPEN

Fach- und Führungskräfte der Leistungsträger, Leistungserbringer und Organisationen der Menschen mit Behinderungen sowie die Akteurinnen und Akteure des Betreuungswesens.

ABLAUF

Die Regionalkonferenz findet als digitale Veranstaltung statt. Die inhaltlichen Veranstaltungsblöcke werden in Webex Events und Meetings umgesetzt. Der Austausch der Teilnehmenden wird in den Fachforen über digitale Arbeitsgruppen ermöglicht.

Die Vorträge, auf denen die digitalen Fachforen basieren, werden den Teilnehmenden eine Woche vor der Regionalkonferenz zur Vorbereitung zur Verfügung gestellt. In den Live-Fachforen stehen die Referentinnen und Referenten für Rückfragen zur Verfügung. Im Vordergrund steht jedoch der Austausch der Teilnehmenden.

PROGRAMM

Stand: 8. Juli 2021

ANMELDESCHLUSS

Anmeldeschluss ist der 4. Juni 2021.

TECHNISCHE VORAUSSETZUNGEN

Informationen zu den technischen Voraussetzungen sowie Hinweise zur Nutzung der Funktionen von Cisco Webex Events und Meetings haben wir in diesem Dokument zusammengestellt.

BARRIEREFREIHEIT

Die Regionalkonferenz wird mit Cisco Webex Events und Meetings umgesetzt. Die Software ist bedingt barrierefrei. Sie kann u.a. mit dem Screenreader Jaws genutzt werden. Eine Übersicht von Tastenkombinationen zur Bedienung finden Sie hier:

Die Veranstaltung wird durch Gebärden- und Schriftdolmetscher begleitet. Die aufgezeichneten Vorträge für die Fachforen werden mit Untertiteln zur Verfügung gestellt. Bitte geben Sie Ihren Unterstützungsbedarf bei der Anmeldung an.

Ort
www.umsetzungsbegleitung-bthg.de
Zeit
12.07.2021 - 13.07.2021

Für Teilnehmende

EINWAHLDATEN

Hier finden Sie alle Einwahldaten sowie die Kontaktdaten des Technischen Supports.

Für Teilnehmende

MATERIALIEN

Hier finden Sie alle Präsentationen und Aufzeichnungen zur Vorbereitung auf die Fachforen.

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