ICF und seelische Behinderungen

BTHG-Kompass

ICF

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) soll eine international einheitliche Kommunikation über die Auswirkungen von Gesundheitsproblemen unter Beachtung des gesamten Lebenshintergrunds eines Menschen ermöglichen. Die ICF ist gemäß BTHG insbesondere Bezugspunkt der Bedarfsermittlung im Eingliederungshilferecht und Grundlage des neu definierten Behinderungsbegriffs.

ICF und seelische Behinderungen

Die ICF scheint mir eher auf den Bereich der Körperbehinderungen abzuzielen. Welche Spezifikationen gibt es für den Schwerpunkt der seelischen Behinderungen?

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© Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann

Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann

Studien zur Anwendung der ICF für Menschen mit psychischen Erkrankungen

Mit der Anwendbarkeit und der Brauchbarkeit der ICF für Menschen mit psychischen Erkrankungen hat sich ein Ausschuss der DVfR umfassend beschäftigt. Die Arbeitsergebnisse des Ausschusses „Psychische Behinderungen“ der DVfR unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Robert Bering vom November 2013 finden Sie unter Materialien.

Auch die BAR geht auf die Anwendung der ICF bei psychischen Erkrankungen in einer Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe psychisch kranker und behinderter Menschen (Frankfurt 2010) ein (s. Materialien).

Ein interessanter Erfahrungsbericht stammt von Klaus Keller aus dem Jahr 2011: ICF in der Rehabilitation psychische kranker Menschen (Die Nutzung der ICF bei schweren psychiatrischen Erkrankungen. Ein Erfahrungsbericht) (s. Materialien).