Vertiefungsveranstaltung Teilhabe an Bildung

Vertiefungsveranstaltung

Teilhabe an Bildung

Mit dem Bundesteilhabegesetz wird erstmals klargestellt, dass die Teilhabe an Bildung eine eigene Reha-Leistung ist. Künftig wird dadurch die Förderung einer schulischen oder hochschulischen beruflichen Weiterbildung im Anschluss an eine duale oder schulische Berufsausbildung (Meisterkurs, Bachelorstudium) ebenso möglich wie die Förderung einer rein akademischen Aus- und Weiterbildung (Masterstudium im Anschluss an ein Bachelorstudium). 

Zudem sollen sich auch Menschen mit Behinderungen wie Menschen ohne Behinderungen für weiterführende schulische und hochschulische Angebote entscheiden können, ohne zuvor einen Leistungs- und Befähigungsnachweis erbringen zu müssen.

Für Studierende mit Hilfebedarf sind außerdem die Verbesserungen bei der Heranziehung von Einkommen und Vermögen durch die geplante Reform von Belang.

Zudem wird gesetzlich anerkannt, dass es vom Leistungsberechtigten nicht zu beeinflussende gewichtige Gründe dafür geben kann, eine angestrebte schulische berufliche Weiterbildung nicht unmittelbar oder zeitnah an eine bereits absolvierte Berufsausbildung anzuschließen. Dabei stehen behinderungsbedingte Gründe wie z.B. eine vorübergehende deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder hinzu gekommene weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen, die es zuvor noch zu verarbeiten und zu kompensieren gilt, im Mittelpunkt.

Aber auch gewichtige familiäre Gründe, die sich einer Einflussnahme durch den Leistungsberechtigten entziehen, können ursächlich dafür sein, dass eine geplante berufliche Weiterbildung aufgeschoben werden muss. In diesen Fällen kommt den besonderen Umständen des Einzelfalls eine entscheidungserhebliche Bedeutung zu.

Künftig werden die weiterhin ohne Eigenbeitrag zu erbringenden „Hilfen zu einer Schulbildung“ der Eingliederungshilfe Assistenzleistungen zur Unterstützung schulischer Ganztagsangebote in der offenen Form einschließen, wodurch die Eltern der hieran teilnehmenden Kinder mit Behinderungen finanziell entlastet werden. Voraussetzungen dafür sind, dass die Betreuungs- und Förderleistungen am Nachmittag im Einklang mit dem Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule stehen, unter deren Aufsicht und Verantwortung ausgeführt werden, an den stundenplanmäßigen Unterricht anschließen und in der Regel in den Räumlichkeiten der Schule oder in deren Umfeld durchgeführt werden.

Ziele

Sie lernen die wesentlichen Neuerungen des BTHG zur Teilhabe an Bildung kennen. Sie bekommen einen Überblick über die Rechtsänderungen selbst, die Intention, die der Gesetzgeber verfolgt, und das damit verbundene Entwicklungspotenzial für personenzentrierte Teilhabeleistungen in der Eingliederungshilfe.

Die Referent/innen stellen Ihnen den Leistungskatalog und –umfang der Leistungen zur Teilhabe an Bildung vor, erörtern mit Ihnen Wege zu einem inklusiven Bildungssystem und vermitteln Möglichkeiten der Kontrolle der Wirkung von Unterstützungsleistungen. Schwierigkeiten, die sich durch Zuständigkeitskonflikte der Leistungsträger ergeben, werden ebenfalls Gegenstand der Tagung sein.
 

Zielgruppen

Das Seminar richtet sich an Fach- und Führungskräfte von (zukünftigen) Trägern der Eingliederungshilfe, der Leistungserbringer und an Vertreter/innen der Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderungen sowie an Ausbildungs- und Bildungseinrichtungen und Vertreter/innen der öffentlichen Verwaltung. 
 

Download des vorläufigen Programms im PDF-Format

Ort
Wyndham Hannover Atrium
Karl-Wiechert-Allee 68
30625 Hannover
Zeit
03.06.2019 - 05.06.2019