Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt

Modellprojekt

Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt


Schlossstraße 24
07318 Saalfeld

Kurzbeschreibung

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, als Modellregion für die Förderung von regionalen Projekten, untersucht die Auswirkungen der Veränderungen des BTHG ab 2020. Für die Fallbearbeitung wurden die untenstehenden Projektschwerpunkte gewählt.
Um die Auswirkungen des BTHG praxisnah zu evaluieren, wurden mit Kooperationspartnern vor Ort Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Die Auswahl der Kooperationspartner orientierte sich dabei an den Fallzahlen sowie der Bereitschaft, sich am Projekt zu beteiligen. Es wurden demnach Kooperationsvereinbarungen mit der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH sowie mit der AOK PLUS - Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen geschlossen. Ziel der Zusammenarbeit mit der AOK PLUS - Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen ist es, die Umsetzung des Rangverhältnisses von Leistungen der Eingliederungshilfe und Leistungen der Pflege zu betrachten.
Zweck der Zusammenarbeit mit der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH ist es, die Umsetzung der Zuordnung von Leistungen der Eingliederungshilfe und Leistungen der Pflege (§ 91 Absatz 3 und § 103 SGB IX), die Einkommens- und Vermögens-anrechnung (§135 ff SGB IX) sowie die Abgrenzung neue Leistungen der Eingliederungshilfe nach Artikel 1 Teil 2 von den Leistungen nach dem 4. Kapitel des SGB XII (existenzsichernde Leistungen) zu untersuchen.
Infolge der Zusammenarbeit mit der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH wurden die Projektteilnehmer ausgewählt, die durch die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH unterstützt werden. Um einen repräsentativen Fallbestand für eine virtuelle Bearbeitung vorzuhalten, erfolgte mittels eines Stichproben-auswahlverfahrens, konkret in Form eines Zufallsprinzips, die Auswahl der 150 Projektteilnehmer.

Anhand der Projektteilnehmer wird die virtuelle Fallbearbeitung erfolgen, in dem ein Vergleich der aktuellen und zukünftigen Rechtsprechung vorgenommen wird.
Alle Projektteilnehmer wurden durch ein Informationsschreiben informiert.

Im Rahmen des Projektes sollen darüber hinaus die Auswirkungen auf die Lebenssituationen der Leistungsempfänger, die praktische Umsetzung bei den Leistungsträgern, die Auswirkungen auf die internen organisatorischen Abläufe und die Vertragsgestaltung mit den Leistungserbringern untersucht werden.
Der Austausch mit der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH erfolgt in einem regelmäßig stattfindenden Arbeitskreis. Die Zusammenarbeit mit der AOK PLUS - Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen erfolgt überwiegend in digitaler Form. Im Zuge der Kooperationsvereinbarungen wurde abgesprochen, dass jeweils eine Zeitplanung mit Schwerpunktsetzungen erstellt werden soll, die gemeinsam abgearbeitet werden.

Wirkungsbereich des Projekts

Der Hauptwirkungsbereich des Projektes ist der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Aufgrund der Kooperationsvereinbarung mit der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH und der AOK PLUS – Gesundheitskasse Thüringen und Sachsen erstreckt sich der Wirkungsbereich auch landkreisübergreifend. Die Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH hat z. B. im benachbarten Saale-Orla-Kreis eine WfbM und Wohnheime, die von Projektteilnehmern in Anspruch genommen werden.

Beschreibung der Einbindung in die vorhandene Verwaltungsstruktur

Die Umsetzung des Modellprojektes erfolgt durch ein Team aus einem Sozialarbeiter sowie einem Sachbearbeiter. Die Mitarbeiter sind in das Sachgebiet Eingliederungshilfe/Pflege eingebunden und dem Sachgebietsleiter unterstellt.

Themen der Fallbearbeitung

  • Einkommens- und Vermögensanrechnung
  • Umsetzung des Rangverhältnisses zwischen Leistungen der Eingliederungshilfe und Leistungen der Pflege
  • Abgrenzung der neuen Leistungen der Eingliederungshilfe