Landkreis Börde

Modellprojekt

Landkreis Börde


Bornsche Straße 2
39340 Haldensleben

Kurzbeschreibung

Geplant ist, dass die Fallbearbeitung parallel nach den bisherigen und den neuen Mechanismen erfolgt. Durch diese zeitgleiche Bearbeitung lassen sich Erkenntnisse darüber gewinnen, wie praxistauglich die neue Gesetzgebung gegenüber dem jetzigen Leistungsrecht ist und wo Optimierungsbedarf besteht. Strukturelle und leistungsrechtliche Neuerungen werden in regelmäßigen Fallbesprechungen analysiert und gegenübergestellt. Es wird angestrebt, dass die Mitarbeiter in einem Büro zusammenarbeiten und ein zusätzlicher Wissenstransfer bei der Erprobungsphase stattfinden kann. Im Anschluss werden die Ergebnisse der modellhaften Erprobung erfasst und als Grundlage einer Wirkungsuntersuchung übermittelt.


Ausschreibung der Stellen für die geplante Projektarbeit:


Ab 1. April 2018 fand die Einarbeitung des 1. neueingestellten Sachbearbeiters in die allgemeine Sachbearbeitung von Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem derzeitig geltenden Recht für die Eingliederungshilfe statt.
Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit den neuen rechtlichen Änderungen ab dem 1. Januar 2020 mit der Herausnahme der Eingliederungshilfe aus dem SGB XII und der Einbindung der Eingliederungshilfe als 2.Teil des SGB IX.
Weiterhin erfolgte eine erste Erarbeitung von Berechnungstabellen für den ersten zu bearbeiteten Themenpunkt „Einkommens- und Vermögensanrechnung nach §§ 135 ff. des Neunten Buches Sozialgesetzbuch – SGB IX“.
Stattfinden des ersten Treffens der Landkreise, des Landesministerium für Arbeit und Soziales und der Sozialagentur des Landes Sachsen-Anhalt als übergeordneter Trägers der Sozialhilfe.
Erster Austausch von Erfahrungen und erste Festlegungen zur Erarbeitung eines gemeinsamen Konzeptes für die Bearbeitung der einzelnen Fälle innerhalb des jeweiligen Landkreises.
Es erfolgte die Besetzung der 2. Projektstelle ab dem 1. Juni 2018 und allgemeine Einarbeitung sowie Austausch der bisher gewonnen Erfahrungen und geplanten Maßnahme in der Projektbearbeitung.
Im Anschuss fanden weitere Projekttreffen zwischen den Landkreisen, dem Ministerium und der Sozialagentur statt. Hierbei wurde abschießend ein Konzept zur Bearbeitung des ersten Themenpunktes erarbeitet.
Anschließend wurde mit der Bearbeitung einzelner Fälle im Bereich der ambulanten, teilstationären und vollstationären Eingliederungshilfe begonnen.
Hierbei wurde bisher für einige der ausgewählten Fälle das Einkommen und Vermögen im Jahr 2017, 2018 und 2020 für die beantragten Leistungen der Eingliederungshilfe je Leistungsberechtigten entsprechend der gültigen gesetzlichen Regelungen ermittelt. Dabei wurde des Weiteren gegenübergestellt wie viel Einkommen und Vermögen im Jahr 2017 und 2018 durch den einzelnen Leistungsberechtigten erbracht wurde bzw. zu erbringen ist und welcher Anteil voraussichtlich ab dem Jahr 2020 je Leistungsberechtigten nach dem künftigen geltenden Recht erbracht werden wird.

Dabei wurde ebenfalls, nach Absprache unter den einzelnen Beteiligten innerhalb der Projektgruppe (des Landes Sachsen-Anhalts), die mögliche Einsetzung von Einkommen und Vermögen für die zukünftigen Leistungen der Grundsicherung und der Hilfe zum Lebensunterhalt je Leistungsberechtigten berechnet.

Wirkungsbereich des Projekts

Der Wirkungsbereich umfasst einen Teil der Leistungsberechtigten des Landkreises Börde und einzelne Einrichtungen innerhalb des Landkreises Börde.

Beschreibung der Einbindung in die vorhandene Verwaltungsstruktur

Bisher ist die vorhandene Verwaltungsstruktur nur zur Einarbeitung der zwei neueingestellten Sachbearbeiter eingebunden wurden. Geplant ist aber zukünftig der regelmäßige Austausch zu den gewonnen Erfahrungen bei der virtuellen Fallbearbeitung zwischen den Projektsachbearbeitern und dem gesamten Team der Eingliederungshilfe des Landkreises Börde.

Themen der Fallbearbeitung

  • Einkommens- und Vermögensanrechnung
  • Umsetzung des Rangverhältnisses zwischen Leistungen der Eingliederungshilfe und Leistungen der Pflege